Die Bildbearbeitung / Entwicklung - der zweite Schritt zum gelungenen Bild

Wer das Potential seiner Kamera und deren Bilder vollständig ausschöpfen möchte, erreicht dies nur mit gekonntem Einsatz von Bildbearbeitungsprogrammen. Was anfänglich nach viel computerorientierter Arbeit klingt, entwickelt sich schnell zu einer spannenden Ergänzung zum Fotografieren. Gute Bildbearbeitungsprogramme erhält man bereits für CHF 130.- (Photoshop Elements 9. Lernen Sie mit Photoshop Elements 9 und Photoshop CS5 umzugehen.

JPEG und RAW
Stefan Forster: "Moderne Kameras zeichnen ein Bild in zwei Dateiformaten auf; im komprimierten JPEG-Format und im professionellen, sprichwörtlich roh belassenen, RAW Format. Das JPEG Bild der Kamera wird in jedem Fall bereits kameraintern bearbeitet (Schärfe, Kontrast, Sättigung, Farbton) - All jene Fotografen, die also behaupten, ihre Bilder seien nicht bearbeitet, verbreiten Unwahrheiten. JPEG nützt lediglich einen kleinen Teil der Sensorfähigkeit aus; wenn jedoch der gesamte Licht- und Farbumfang des Sensors verwendet werden soll, muss die Kamera auf „RAW“ umgeschaltet werden. Bei dieser Einstellung erstellt die Kamera bei der Aufnahme einen vielfach grösseren Container, welcher sämtliche vom Sensor erfasste Licht- und Farbinformationen beinhaltet - DIE RAW-DATEI.
Ein RAW Bild sieht jedoch aufgrund dieser Fülle an hintereinander angeordneten Informationen unbrauchbar aus und MUSS in jedem Fall mit einem RAW-Konverter entwickelt werden. Diese RAW-Datei ist nichts anderes als ein digitales Negativ einer Kamera, das zuerst entwickelt werden muss, damit ein fertiges Foto entsteht. Wie bereits in der Analog-Fotografie, werden auch in der Digital-Fotografie bei diesem Schritt der Farbton, die Farbtiefe sowie sämtliche Details ans „Licht“ gebracht.

RAW-Entwicklung oder Manipulation
Mein höchstes Ziel in der Fotografie ist es, ein Bild so zu entwickeln, dass es exakt jenen Farben und Stimmungen entspricht, welche vor Ort herrschten. Die ist auch das Ziel sämtlicher Bildbearbeitungskurse von Photocube.ch - Dies ist jedoch eine äusserst schwierige Herausforderung, die niemandem zu 100% und nur den wenigsten annähernd gelingt.
Leider ist nicht allen Bildbetrachtern bewusst, wie wunderbar und farbenfroh unsere Planet zum richtigen Zeitpunkt am richten Ort ist. Nur wenige erleben eine frisch verregnete tiefrote Sanddüne in Namibia, ein starkes Nordlicht nach einer Sonneneruption, fotografiert inmitten von kristallklaren Eisbergen, ein selten fotografierter, blutroter Cerro Torre in Patagonien oder die fantastischen, türkis und azurblau schimmernden Wasserfälle des Plitzvicer-Nationalparks. All jenen, die diese Aufnahmen für unnatürlich, gar „kitschig“ halten, würden wir Fotografen nur zu gern ein Ticket zu den jeweiligen Orten kaufen und ihnen vor Ort zeigen, welchen Farbumfang uns unser blauer Planet tagtäglich präsentiert.


In der Fotografie unterscheidet man hauptsächlich zwischen Bild-Entwicklung und Manipulation. Das höchste Ziel der RAW-Entwicklung (zumindest in unserem Fall) ist die originalgetreue Darstellung, der zum Zeitpunkt der Aufnahme herrschenden Farben und Stimmungen. Das Ziel der Manipulation jedoch ist es, Farben und Stimmungen zu schaffen, die nicht jener / jenen entsprechen, die die Natur zum Zeitpunkt der Aufnahme präsentierte.
Genau jenen leider viel zu oft praktizierenden Fotografen, welche ihre Bilder manipulieren, haben Berufs- Natur- und Landschaftsfotografen diese rapide sinkende Wertschätzung zu verdanken. Der Grossteil der Öffentlichkeit ist heutzutage der Meinung, Aufnahmen entspringen mehr den modernen Computerprogrammen denn den Fähigkeiten des Fotografen. Photocube beweist Ihnen das Gegenteil!

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